Dienstag, 14. September 2010

Keine Kinder in die Welt setzen

Ah, ein Aufschrei! Was, schon wieder eine Frau, die keine Kinder will, wie egoistisch, wie faul! Wir sterben aus, blabla. Biologisches Verlangen, das kommt noch.
Aber langsam. Bevor Ihr schreit, lasst mich erklären.
Wer sich dazu entscheidet, ein Kind aufzuziehen hat darüber nachgedacht und verwendet Ressourcen wie die eigene Lebenszeit darauf. Für mein Leben - natürlich kann es immer anders kommen - nehme ich diesen Fall an, dass ich irgendwann einmal die Möglichkeit habe, mich zu entscheiden. Genau dann aber frage ich mich, was denn das Gute wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass viele kleine Menschen auf dieser Welt nicht in den Umständen heranwachsen die ich einem Kind wahrscheinlich geben könnte, fände ich es rücksichtslos und egoistisch, diese Schicksale zu ignorieren und die Chance, die Lage eines Kindes deutlich zu verbessern, nicht zu nutzen. Deshalb ist soweit die Adoption für mich die moralisch überlegene Wahl, die menschlichere Option.
Den Vorwurf des unmenschlichen ziehe ich mir dann zu, wenn ich diesen ganzen Gedanken äußere und statt von der Adoption vom Kauf eines Kindes spreche. Für mich eine berechtigte Vokabel, schließlich investiert man - wie oben genannt - Lebenszeit in etwas, was Lebensqualität bringen soll.